Der Leser an der Tür entscheidet darüber, wie sicher Ihre Zutrittskontrolle wirklich ist — und die meisten Anlagen in der Schweiz laufen noch mit Ausweisen, die sich in zwei Minuten kopieren lassen. Hier steht, woran man das erkennt und was man stattdessen nimmt.
Zur AuswahlhilfeZwei Technologien, die in der Schweiz noch in sehr vielen Gebäuden stecken, bieten praktisch keinen Schutz:
Der wirksame Ersatz ist seit Jahren verfügbar und kostet pro Ausweis wenige Franken mehr: MIFARE DESFire EV3 oder HID Seos, beide mit AES und gegenseitiger Authentisierung zwischen Karte und Leser. Wichtig dabei: der Sicherheitsgewinn entsteht erst, wenn der Leser die Karte auch wirklich kryptografisch prüft und nicht bloss deren Seriennummer (UID) liest. Eine DESFire-Karte, die nur über die UID erkannt wird, ist genauso kopierbar wie ein alter Prox-Badge — ein Konfigurationsfehler, den wir regelmässig antreffen.
Das klassische Wiegand-Protokoll überträgt die Ausweisnummer im Klartext über zwei Adern. Wer an das Kabel hinter dem Leser kommt, liest mit oder spielt eine gültige Nummer ein. Der heutige Stand ist OSDP mit Secure Channel (SIA-Standard): verschlüsselt, bidirektional, und die Zentrale merkt, wenn ein Leser verschwindet. Bei jeder Erneuerung lohnt es sich, gleich auf OSDP zu gehen.
In den meisten Gebäuden ist die richtige Antwort eine Mischung — nicht überall dasselbe Gerät.
Der Standardfall: Badge oder Schlüsselanhänger auf 13,56 MHz. Günstig pro Tür, unauffällig, bewährt. Entscheidend ist die Kartentechnologie (DESFire EV3, Seos) und nicht die Bauform des Lesers.
Von uns: HID Global (Signo, iCLASS, Seos), Identiv, Suprema.
Gesicht oder Fingerabdruck: identifizieren die Person statt den Ausweis. Der richtige Weg überall dort, wo im Protokoll ein Name stehen muss. Achtung: biometrische Daten sind nach DSG besonders schützenswert — das will vorbereitet sein.
Von uns: Suprema BioStation 3 und BioEntry W3. Details zur Gesichtserkennung →
Der Ausweis liegt im Smartphone und geht per Bluetooth oder NFC an den Leser. Spürbar weniger Verwaltungsaufwand: Eintritt und Austritt passieren aus der Ferne, es muss nichts gedruckt und nichts eingesammelt werden. Ideal für Aussendienst, Mehrfachstandorte und Temporärmitarbeitende.
Für Türen ohne Stromanschluss: der Leser sitzt im Schliesszylinder oder im Türgriff, batteriebetrieben, ohne Kabel und ohne Bauarbeiten. Damit lassen sich Keller, Archive, Schränke und Nebengebäude in dieselbe Berechtigungsverwaltung holen.
Von uns: Uhlmann & Zacher (deutsche Fertigung).
Dazu gehören die Türsteuerung, die Software mit den Berechtigungen, die Protokolle und — fast immer unterschätzt — die Prozesse für Ein- und Austritte. Wir liefern beides: die Geräte von HID Global, Suprema, Identiv und Uhlmann & Zacher, und die Verwaltungssoftware, mit der Türen, Zeitprofile, Besucher und Zeiterfassung an einem Ort zusammenkommen.
Wo eine bestehende Anlage erneuert wird, beginnen wir mit einer Bestandesaufnahme: welche Kartentechnologie läuft, wie die Leser angebunden sind, welche Türen wirklich einen neuen Leser brauchen und welche nur eine neue Karte. Oft ist der Weg günstiger als befürchtet, weil nicht alles gleichzeitig getauscht werden muss.
Eine Begehung, eine ehrliche Liste: welche Leser bleiben, welche Karten ersetzt gehören, was es kostet. SecurData Sagl, Stabio TI — Lieferung und Betreuung in der ganzen Schweiz.
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