Biometrie · Suprema

Zutrittskontrolle mit Gesichtserkennung

Ein Gesicht wird nicht ausgeliehen, nicht zu Hause vergessen und nicht verloren. Es ist aber ein besonders schützenswertes Personendatum: bevor ein Terminal an der Tür hängt, sollten Sie wissen, was das Schweizer Datenschutzgesetz verlangt — und wann sich Biometrie überhaupt lohnt.

Wann es sich lohnt
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Das eigentliche Problem

Der Badge funktioniert nur, solange er in der richtigen Tasche steckt

Ein Badge wird der Kollegin ausgeliehen, die zu spät dran ist, er bleibt zu Hause liegen, er geht verloren und muss neu ausgestellt werden. Im Zutrittsprotokoll steht am Ende, dass ein Badge durch die Tür gegangen ist — nicht, dass eine bestimmte Person durchgegangen ist. Dort, wo genau das zählt (Reinraum, Wertlager, Serverraum, Labor), ist dieser Unterschied der ganze Punkt.

Die Gesichtserkennung löst das an der Wurzel, und niemand muss etwas anfassen: die Tür öffnet sich im Vorbeigehen, auch mit vollen Händen oder mit Handschuhen. Auf einem aktuellen Terminal dauert die Erkennung einer Person in Bewegung unter 0,2 Sekunden — am Morgen entsteht also keine Warteschlange am Eingang.

Die entscheidende Frage in der Schweiz

Ist das datenschutzkonform zulässig?

Ja — aber es ist keine Anschaffung wie jede andere, sie will vorbereitet sein.

Biometrische Daten, die eine Person eindeutig identifizieren, sind nach dem Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG, in Kraft seit 1. September 2023) besonders schützenswerte Personendaten. Vor der Inbetriebnahme eines Gesichtsterminals braucht es deshalb drei Dinge:

Zwei technische Punkte helfen dabei erheblich, und es lohnt sich, sie vor der Unterschrift zu kennen:

Es wird kein Foto gespeichert

Das Terminal legt kein Bild des Gesichts ab, sondern ein verschlüsseltes mathematisches Modell, aus dem sich das Gesicht nicht zurückrechnen lässt. Wer diese Daten stiehlt, hält kein Foto in den Händen.

Das Modell kann auf dem Handy bleiben

Bei neueren Lesern liegt das Gesichtsmodell auf dem Smartphone der Mitarbeitenden, und der Abgleich passiert dort. Auf unseren Systemen bleibt nichts liegen — die sauberste Antwort auf die Frage «wo landet mein Gesicht?».

Die Geräte, die heute im Katalog sind

Zwei Terminals, zwei unterschiedliche Haltungen

Gleiche KI-Engine, gleiche Geschwindigkeit — der Unterschied liegt darin, wo das Gesichtsmodell liegt und ob ein Bildschirm an der Wand hängt.

Suprema BioStation 3 — Gesichtsterminal mit Touchscreen

BioStation 3

Für den Haupteingang, wo auch Zeiterfassung und Besucher laufen

Terminal mit 5,5-Zoll-Touchscreen: Erkennung im Gehen, Anzeige für Zeitbuchungen und Meldungen, und die Reserve für grosse Belegschaften.

  • Bis 50’000 Gesichter
  • IP65 / IK06, für überdachte Aussenbereiche
  • 82 × 171 mm, PoE+
  • Unter 0,2 s pro Erkennung
Suprema BioEntry W3 — schmaler Gesichtsleser ohne Bildschirm

BioEntry W3

Für Innentüren, Aussentüren und alles, was schmal sein muss

Leser ohne Bildschirm — eine bewusste Entscheidung für den Datenschutz: kein Gesicht wird angezeigt. Passt auf den Rahmen einer Ganzglastür und hält Wasser und Schläge aus.

  • Bis 30’000 Gesichter
  • IP67 / IK08, auch ungeschützt im Freien
  • Template on Mobile: Modell auf dem Handy
  • Multi-Faktor: Gesicht + Karte oder PIN

Wie man zwischen den beiden wählt

Drei Fragen genügen meistens:

  • Braucht es an dieser Tür einen Bildschirm? Zeiterfassung, Kostenstellen, Besuchermeldungen: BioStation 3. Nur auf und zu: BioEntry W3.
  • Wie steht die Tür? Schmaler Rahmen, Regen, Waschanlage, Werkhalle: BioEntry W3 (IP67/IK08). Windgeschützter Haupteingang: BioStation 3.
  • Wie heikel ist das Thema in Ihrem Betrieb? Wenn die Frage «wo liegt mein Gesicht?» im Raum steht, ist Template on Mobile auf dem BioEntry W3 die Antwort, die man auch dem Personalausschuss zeigen kann.

Beide Geräte laufen auf derselben Plattform und lassen sich mischen: Gesichtsterminal am Eingang, Kartenleser im Rest des Gebäudes, eine einzige Verwaltung.

Zutritt per Gesicht, Karte, Mobile oder PIN

Gesicht heisst nicht «nur Gesicht»

Dieselben Terminals lesen auch Karte, Mobile Access und PIN. Das ist praktisch, wenn jemand die Biometrie nicht will: diese Person bekommt einen Badge, alle anderen gehen durchs Gesicht, und an der Tür ändert sich nichts. Für besonders heikle Räume lassen sich zwei Merkmale kombinieren — Gesicht und Karte.

Ehrlich gesagt

Wann sich Gesichtserkennung lohnt — und wann nicht

Sie lohnt sich

  • Wenn nachweisbar sein muss, wer einen Raum betreten hat, nicht nur welcher Badge.
  • Wenn Badges regelmässig verloren, vergessen oder weitergegeben werden.
  • Wenn die Hände voll sind: Logistik, Spital, Produktion, Labor.
  • Wenn Zutritt und Zeiterfassung aus einer Quelle kommen sollen.

Sie lohnt sich nicht

  • An Nebentüren mit geringem Risiko: dort ist eine Karte verhältnismässig und günstiger.
  • Wenn niemand die Information der Mitarbeitenden und das Verzeichnis der Bearbeitungstätigkeiten pflegen will.
  • Bei hoher Fluktuation ohne saubere Prozesse: jede Ein- und Austragung will gemacht sein.
  • Wenn das Ziel nur «modern wirken» ist. Das rechtfertigt keine besonders schützenswerten Daten.

Wir sagen es Ihnen auch dann, wenn die Antwort «dafür braucht es keine Biometrie» lautet. Das kommt häufiger vor, als man denkt — und es ist der Grund, weshalb man uns beim nächsten Projekt wieder anruft.

Häufige Fragen

Was man uns am meisten fragt

Ist Zutrittskontrolle mit Gesichtserkennung in der Schweiz überhaupt erlaubt?
Ja, unter Bedingungen. Biometrische Daten, die eine Person eindeutig identifizieren, gelten nach dem Datenschutzgesetz (DSG, in Kraft seit 1. September 2023) als besonders schützenswerte Personendaten. Es braucht einen nachvollziehbaren Grund für genau diese Tür, die Information der Mitarbeitenden darüber, was erfasst wird und wie lange es bleibt, und Verhältnismässigkeit: Biometrie dort, wo sie sich rechtfertigen lässt, Badge überall sonst. Eine Einwilligung, die im Arbeitsverhältnis unterschrieben wird, trägt selten allein — tragfähig sind Begründung und Verhältnismässigkeit.
Wird ein Foto von meinem Gesicht gespeichert?
Nein. Das Terminal berechnet aus dem Gesicht ein verschlüsseltes mathematisches Modell und legt nur dieses ab; aus dem Modell lässt sich kein Gesicht zurückrechnen. Beim BioEntry W3 gibt es zusätzlich Template on Mobile: dort bleibt das Modell auf dem Smartphone der Mitarbeitenden, und auf unseren Geräten bleibt gar nichts liegen.
Was, wenn jemand seine Biometrie nicht hergeben will?
Diese Person bekommt einen Badge, eine Mobile-Access-Berechtigung oder einen PIN — dieselben Terminals lesen alles. An der Tür ändert sich nichts, und niemand muss sich erklären. Eine glaubwürdige Alternative anzubieten gehört ohnehin zur Verhältnismässigkeit dazu.
Gibt es am Morgen eine Warteschlange?
Nein: die Erkennung einer Person in Bewegung dauert auf den aktuellen Terminals unter 0,2 Sekunden, man geht also im normalen Tempo durch. Ein Gerät pro Eingang genügt in aller Regel auch bei Schichtbeginn.
Funktioniert das mit Brille, Bart oder Kopfbedeckung?
Brille, Bart, veränderte Frisur und wechselndes Licht sind für die heutigen Geräte der Normalfall; erkannt wird die Geometrie des Gesichts, nicht ein Schnappschuss. Bei Gesichtsmasken hängt es von Einstellung und Sicherheitsniveau ab — wo durchgehend Maske getragen wird (Reinraum, Spital), kombiniert man das Gesicht sinnvollerweise mit Karte oder PIN.
Können wir damit auch die Zeiterfassung machen?
Ja. Die BioStation 3 hat dafür den Bildschirm: Kommen und Gehen, Kostenstellen, Pausen. Die Buchungen landen in derselben Verwaltung wie die Zutritte, und Sie brauchen kein zweites System, das mit der Personalliste abgeglichen werden muss.

Eine Begehung, und Sie wissen, ob es passt

Wir schauen uns die Türen an, sagen Ihnen, wo sich das Gesicht lohnt und wo ein Badge genügt, und was es wirklich kostet. SecurData Sagl, Stabio TI — wir liefern und betreuen in der ganzen Schweiz, auf Deutsch, Italienisch oder Französisch.

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